Alle Inhalte auf Portfoliopionier.ch spiegeln meine persönliche Meinung und meine Erfahrungen wider. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden. Dies ist keine Anlageberatung. Handle stets eigenverantwortlich und informiere dich umfassend, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst.
Ein grosses Anliegen ist mir die Aufklärung über Phishing.
Was ist Phishing? Der Begriff setzt sich aus „Password“ und „Fishing“ zusammen. Betrüger versuchen dabei, über gefälschte E-Mails, SMS oder sogar Telefonanrufe an deine sensiblen Daten (Logins, Kreditkartennummern etc.) zu gelangen. Sie geben sich oft als offizielle Stellen wie Banken oder Behörden aus. Untersuchungen zeigen immer wieder: Die grösste Schwachstelle ist oft nicht die Software selbst, sondern der Faktor Mensch. Betrüger nutzen perfide psychologische Tricks (Social Engineering), um uns zu Fehlern zu verleiten.
Phishing-Angriffe werden immer professioneller. Früher waren sie meistens an schlechtem Deutsch erkennbar – heute nutzen Angreifer KI und unter Umständen persönliche Informationen von dir, um täuschend echte E-Mails und Nachrichten zu schreiben. Achte auf diese Red Flags:
❌  Künstlicher Zeitdruck: „Dein Konto wird in 24 Stunden gesperrt, wenn du nicht sofort handelst!“ – Seriöse Institute setzen dich niemals so unter Druck.
❌  Merkwürdige Absender-Adressen: Prüfe die Absenderadresse genau. Erscheint hinter dem Anzeigenamen eine kryptische Adresse wie info@xy123-bank.com?
❌  Link-Vorschau: Fahre mit der Maus über einen Link (ohne zu klicken!), um die wahre Ziel-URL zu sehen. Wenn diese kryptisch aussieht oder nicht zur offiziellen Webseite passt: Finger weg!
❌  Abfrage sensibler Daten: Seriöse Anbieter werden dich niemals per E-Mail oder SMS nach deinem Passwort, deiner PIN oder einem 2FA-Code fragen.
Hier ein Beispiel eines Phishingversuchs.
Vertraue niemals dem Kommunikationskanal, über den die Nachricht kam. Wenn die „Bank“ per SMS schreibt, dann nutze einen anderen Weg.
✅  Manuelle Eingabe: Schliesse die Nachricht. Öffne deinen Browser und tippe die Adresse deiner Bank/deines Brokers händisch ein.
✅  Offizielle App: Seriöse Anbieter hinterlegen wichtige Dokumente oder Warnungen in deinem persönlichen Postfach innerhalb der App.
✅  Telefonischer Rückruf: Suche die offizielle Nummer auf der Rückseite deiner Bankkarte oder im Impressum der Webseite und rufe dort an. Nutze niemals eine Telefonnummer, die in der verdächtigen Nachricht steht!
Solltest du bereits Daten eingegeben, zählt jede Sekunde:
Konten sperren: Rufe sofort die Sperr-Hotline deiner Bank oder deines Kreditkartenanbieters an.
Passwörter ändern: Ändere von einem anderen Gerät aus deine Passwörter. Beginne sofort mit deinem E-Mail-Konto und danach mit allen Finanz-Accounts.
Meldung erstatten: Informiere den betroffenen Anbieter, damit dieser andere Nutzer warnen kann. In der Schweiz kannst du verdächtige Vorfälle zudem direkt an das NCSC (National Cyber Security Centre) melden.